13.07.2010 Berliner Zeitung
Er poliert Goldschmuck, schärft den Blick von Kurzsichtigen und transportiert Daten in Lichtgeschwindigkeit. Und egal, ob Materialbearbeitung, Medizin- oder Messtechnik, Kommunikations- oder Biotechnologie: Der Laser ist aus dem Alltag inzwischen nicht mehr wegzudenken. Und weil sie so vielfältig einsetzbar ist, gehört die Lasertechnik mittlerweile zu den wichtigsten Bereichen der Optischen Technologien.
Die Branche der Optischen Technologien, oder auch Photonik genannt, galt lange Zeit als Stern am Himmel des Wirtschaftsstandortes Deutschland: Laut einer Studie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung wuchs sie mit einer Rate von 12,2 Prozent fast doppelt so schnell wie das restliche verarbeitende Gewerbe und beschäftigte 128 000 Menschen. Die weltweite Wirtschaftskrise des vergangenen Jahres hat diese Gesamtbilanz allerdings etwas verdüstert. Im laufenden Jahr scheint sich die Lage jedoch wieder aufzuhellen, gerade im Bereich der Lasertechnologie -und gerade in Berlin-Brandenburg.
Ein Beispiel innovativer Produkte der Marke "Made in Berlin" ist der Fresh-Scan, mit dem sich mittels Laserspektroskopie Gammelfleisch erkennen lässt. Beteiligt an der Entwicklung sind unter anderem das Institut für Optik und atomare Physik der TU Berlin, das Fraunhofer Institut sowie das Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik (FBH). Das FBH gilt als beispielhaft für schnellen Technolgoietransfer. Das Institut entwickelt unter anderem extrem präzise und robuste Diodenlaser, die einen Raketenstart überstehen können und in Atomuhren von GPS-Satelliten eingesetzt werden. Derzeit forscht es an der Entwicklung von Lasern, die ausreichend grünes und blaues Licht emittieren, um künftig das Laser-Fernsehen zu ermöglichen.
Mit 97 Prozent sind fast alle regionalen Lasertechnik-Unternehmen klein oder mittelständisch, was nach Ansicht des Laserverbundes Berlin-Brandenburg die Entwicklung kundenorientierter und pragmatischer Lösungen erleichtert. Zwölf Unternehmen stellen selbst Laser her, die anderen Firmen arbeiten überwiegend als Zulieferer oder Systementwickler. Materialbearbeitung, Messtechnik und Analytik sind die wichtigsten Anwendungsgebiete, dicht gefolgt von Medizintechnik und Biotechnologie: Laser-Technik ist eine Querschnittstechnologie.
Auszug, den kompletten Artikel lesen sie im Archiv der Berliner Zeitung vom 10. Juli 2010.