


28.07.2010 Technische Universität Berlin, Institut für Optik und Atomare Physik
Das Projekt „SiliconLight“ tritt an, um Hindernisse für die Anwendung von Silizium in der Optoelektronik aus dem Weg zu räumen und damit diesem Basismaterial von Computerchips und Solarzellen weitere aufregende Anwendungsfelder zu eröffnen.
Silizium ist heute ein weitverbreitetes Material, das sich als Basismaterial in fast jedem elektronischen Gerät wiederfindet. Aus diesem Grund sind die Herstellungs- und Bearbeitungsverfahren gut bekannt und erlauben die kostengünstige Herstellung von Siliziumkomponenten. Neben der Elektronik gewinnt aber auch die optische Verarbeitung und Übermittelung von Daten an Bedeutung – nicht nur über lange Strecken. Hier ermöglicht Silizium die kompakte Integration von Optik und Elektronik auf einem Chip zur Realisierung innovativer Module und Geräte für die Kommunikation und Medizintechnik und andere wichtige Anwendungen, wie beispielsweise kostengünstige Breitbandanschlüsse für HDTV, Home-Cinema, USB 4.0 oder OnChip-Kommunikation und optische Bussysteme für ultraschnelle PCs oder Medizinische Implantate zum Nachweis von Molekülkonzentrationen im Blut.
Das Projekt „SiliconLight“ ist angetreten, um bestehende Hürden für den Bau integrierter, optoelektronischer Schaltkreise aus dem Weg zu räumen und wegweisende Prototypen zu entwickeln. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit über 1,5 Millionen Euro gefördert. Die Projektleitung liegt bei der TFH Wildau. Weitere Partner sind das Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik (IHP) in Frankfurt/Oder mit seiner hochentwickelten CMOS-Prozesslinie, die Brandenburgische Technische Universität (BTU) Cottbus, das Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik in Halle und die Lehrstühle für Optik und Hochfrequenztechnik der TU Berlin, wo die ersten SOI-Wellenleiter entwickelt wurden und über eine 25-jährige Erfahrung in der nichtlinearen Optik von Silizium besteht. Mit dem Projekt „SiliconLight“ werden die Grundlagen für die weitere Entwicklung der Silizium-Photonik in Deutschland erarbeitet.