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Grüne Elektronik aus Deutschland

Deutsche OLAE-Initiative stellt Strategische Forschungsagenda vor




Coverbild der OLAE-Forschungsagenda: Schon in naher Zukunft sollen beigsame und hauchdünne, organische Solarzellen massenweise herstellbar werden (Bild: Fraunhofer ISE).

Mit modernen Druckmaschinen können organische RFID-Tags kostengünstig von Rolle-zu-Rolle produziert werden (Bild: PolyIC).

Superflache OLED-Panele spenden angenehmes, flächiges Licht. Im ausgeschalteten Zustand sind die Panele transparent (Bild: OSRAM OS).

14.01.2010 Die Organische und Großflächige Elektronik (OLAE) ist eines der großen High-Tech-Felder der Zukunft. Sie gibt Antworten auf wichtige und zentrale Fragestellungen der heutigen Gesellschaft: OLAE sichert einen effektiven und verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und Energie, ermöglicht mobile und flexible Produkte für eine zunehmend vernetzte Welt und stellt kostengünstige Lösungen für die medizinische Versorgung einer alternden Gesellschaft zur Verfügung. Weltweit steht die OLAE-Technologie dabei erst am Anfang einer rasanten Entwicklung, und für die kommenden Jahre werden ein enormer technischer Fortschritt und eine Vielzahl neuer Produkte erwartet.

Zu den wichtigsten Anwendungen der Organischen und Großflächigen Elektronik zählen Organische LEDs für die Beleuchtung und für Displays, Organische Solarzellen und vollständig gedruckte und damit besonders günstige Schaltungen und Speicher. Bis 2030 wird die OLAE-Technologie ein globales Marktvolumen von mehreren hundert Milliarden Euro erreichen: Sie wird damit einen Stellenwert vergleichbar dem der heutigen, klassischen Mikroelektronik einnehmen.

Derzeit sind deutsche Unternehmen und Forschungsinstitute in der OLAE-Technologie weltweit führend. Die wissenschaftlichen Spitzenleistungen und F&E-Erfolge sind das Resultat einer besonders engen Partnerschaft zwischen Industrie, Universitäten, Forschungseinrichtungen und der Bundesregierung. Das Potenzial der Organischen und Großflächigen Elektronik wurde im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) frühzeitig erkannt. So ist die Organische und Großflächige Elektronik in der High-Tech-Strategie der Bundesregierung gleich durch zwei strategische Innovationsallianzen zwischen öffentlichen und privatwirtschaftlichen Partnern fest verankert. Zusammen mit einem ebenfalls öffentlich geförderten Spitzencluster in der Metropolregion Rhein-Neckar zum Thema stehen der OLAE-Technologie in Deutschland damit insgesamt eine Milliarde Euro für die notwendigen Investitionen in Infrastruktur und Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zur Verfügung.

Gemeinsam mit den europäischen Partnern haben führende deutsche Unternehmen und Forschungsinstitute jetzt einen nationalen Fahrplan für einen nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg der OLAE-Technologie vorgestellt. Auf einem  turnusmäßigen Treffen mit dem BMBF Anfang Dezember 2009 überreichten die führenden Vertreter der deutschen OLAE-Initiative diese erste nationale Forschungsstrategie für Organische und Großflächige Elektronik, „Für Grüne Elektronik aus Deutschland“, an den Abteilungsleiter für Schlüsseltechnologien im BMBF, Dr. Wolf-Dieter Lukas.
Mit der vorliegenden Agenda sollen die nationalen und europäischen Anstrengungen auf die zentralen technologischen und wirtschaftlichen Fragestellungen ausgerichtet und gebündelt werden, um dadurch langfristig Deutschlands Rolle als führender Wirtschaftsstandort für OLAE zu festigen und auszubauen.

Ansprechpartner
Dr. Daniel Senff
VDI Technologiezentrum GmbH
VDI-Platz 1
40468 Düsseldorf
Tel.: +49 (0)211 6214-379
Fax: +49 (0)211 6214-159
Mail: senff@vdi.de


Weitere Informationen
Download Forschungsagenda der OLAE-Initiative „Für grüne Elektronik aus Deutschland“ (pdf 671 KB)